Ein Blick in die Zukunft: Realschüler knüpfen Kontakte und entdecken Chancen
Orientierung für den eigenen Berufsweg ist kein einmaliger Moment, sondern ein Prozess – und genau diesen hat die Realschule Zwiesel mit ihrem „Tag der beruflichen Orientierung“ eindrucksvoll unterstützt.
Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, berufsbildenden Schulen sowie der Fachoberschule (FOS) waren der Einladung gefolgt, um den Neuntklässlern praxisnahe Einblicke und konkrete Perspektiven zu eröffnen.
Das Programm war bewusst auf die Interessen der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. Zu Beginn konnten sie zwei Vorträge auswählen, die ihren persönlichen Neigungen entsprachen. Ob handwerkliche Berufe, kaufmännische Tätigkeiten oder schulische Weiterbildungsmöglichkeiten – die Bandbreite war groß und spiegelte die Vielfalt beruflicher Wege wider.
Im Anschluss folgte ein besonders lebendiger Teil der Veranstaltung: ein Speed-Dating mit Arbeitgebervertretern und Schulen. In jeweils fünfminütigen Gesprächen hatten die insgesamt 43 Neuntklässler Gelegenheit, gezielte Fragen zu Ausbildungsberufen, Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu stellen. Diese kurze, aber intensive Form des Austauschs verlangte Konzentration – und Vorbereitung. Letztere hatten die Jugendlichen im Vorfeld mit bemerkenswerter Sorgfalt geleistet. Sie informierten sich über Unternehmen, Ausbildungsprofile und Voraussetzungen, sodass sie in den Gesprächen nicht nur Interesse zeigten, sondern auch mit fundiertem Wissen überzeugen konnten. Rund zehn Gespräche führte jeder Schüler im Laufe des Vormittags.
Unterstützt wurden sie dabei auch vom anwesenden Berufsberater, der wichtige Informationen rund um den Einstieg in die Ausbildung vermittelte und individuelle Fragen beantwortete. Gerade in einer Phase, in der viele Entscheidungen erstmals konkrete Formen annehmen, erwies sich diese fachkundige Begleitung als wertvoll.
Den Abschluss bildete ein Vortrag der Fachoberschule. Dabei wurde deutlich, dass der Besuch der FOS eine attraktive Möglichkeit darstellt, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben – vergleichbar mit dem Weg am Gymnasium in insgesamt 13 Jahren. Für viele Schülerinnen und Schüler eröffnete sich damit eine zusätzliche Option, die sie in ihre weiteren Überlegungen einbeziehen können.
Die Realschule Zwiesel zeigte sich ausgesprochen erfreut über die rege Teilnahme der zahlreichen Experten. Für die Vertreter aus Wirtschaft und Bildungswesen ist ihr Engagement mit erheblichem Aufwand und nicht selten auch mit Kosten verbunden. Umso bemerkenswerter ist es, dass viele Arbeitgeber diese Veranstaltung bereits seit Jahren unterstützen. Der Beitrag der Wirtschaft sowie der weiterführenden Schulen ist für die Jugendlichen von unschätzbarem Wert – und wird von diesen auch entsprechend gewürdigt.
So brachte es ein Schüler treffend auf den Punkt: „Es gab viele berufliche Optionen zu entdecken, die ich sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Ich habe mich auch schon nach einem Praktikumsplatz erkundigt.“
Ein Satz, der zeigt, worum es an diesem Tag ging: Horizonte zu erweitern, Interesse zu wecken und den ersten Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen.
Unser besonderer Dank gilt:
Agentur für Arbeit, AOK Bayern, Arberlandkliniken, Bayerische Landespolizei, Bayerische Staatsforsten, Berufsfachschule für Physiotherapie Deggendorf, Bundeswehr, Caritas BBZ Zwiesel, EDV-Schule Plattling, FOS Regen, HOT Tourismusschule, Hotel Eibl-Brunner, JOSKA Bodenmais, Keilhofer GmbH, Lebenshilfe Regen, Müller Elektrotechnik GmbH & Co.KG, Pfaffinger Bau, Pichler Flachdach GmbH & Co.KG, Smurfit Westrock, Sparkasse Regen-Viechtach, Stahlbau Regenhütte, Zwiesel Fortessa AG