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Geschichte

Staatliche Realschule Zwiesel

In den vier Jahren zwischen 1971 und 1975 erfolgte auf Antrag der Stad Zwiesel auch die Überleitung in die Staatliche Realschule Zwiesel. Der Prozess war am 01.08.1975 mit der vollen Verstaatlichung abgeschlossen; der Landkreis Regen übernahm die Trägerschaft des Sachaufwandes. Die Jahre räumlicher Engpässe waren vorbei. 
Es begann eine Erfolgsgeschichte mit bis zu 17 Klassen bei stets außergewöhnlich guter, moderner Ausstattung. Geburtenknick, räumliche Nähe zur Nachbarrealschule und fehlendes Hinterland jedoch führten letztendlich zu einem Rückgang auf 12 Klassen.

Im Schuljahr 2001/02, nach der Einführung der sechsstufigen Realschule, als "die Kleinen" (5. und 6. Klassen) Einzug in das Schulgebäude hielten, gab es noch einmal einen Anstieg auf 16 Klassen. Heute sind es 13 mit derzeit knapp 300 Schülern. 
Vier Rektoren bzw. Direktoren haben die Schule bis heute geleitet: Josef Hain (1971-1992), Josef Weichmann (1993-2001), Wolfgang Beil (2001-2011) und Joachim Schmitt (2011-2019).

Insgesamt 4400 Kinder haben sie in den vier Jahrzehnten durchlaufen, mehr als hundert Lehrer an ihr unterrichtet. 
"Immer hat man die Zeichen der Zeit erkannt und sich den Anforderungen gestellt", betonte Direktor Beil. So wurde Ende der Neunzigerjahre der "Zwieseler Weg" ins Leben gerufen, ein Projekt gegen Sucht und Gewalt. Mit ihm reagierte man auf die wachsenden Probleme der Kinder im außerschulischen Bereich und erhielt dafür sogar eine Auszeichnung des Kultusministeriums. Seit dem Schuljahr 2003/04 wird eine dritte Wahlpflichtfächergruppe (sprachlich) angeboten, und seit September 2005 bietet die Schule als Mitglied des Projekts PZW (Partnerzentrum Wintersport) Leistungssportlern im Bereich Ski alpin, Langlauf und Biathlon hervorragende Lernbedingungen. Im Schuljahr 2009/10, nachdem die Notwendigkeit einer Nachmittagsbetreuung immer offensichtlicher wurde, richtete man eine Offene Ganztagsschule ein. Zur Steigerung der Attraktivität wurde 2018/19 eine Sportklasse mit Schwerpunkt Reiten eingeführt. Heute sind wir stolz darauf, wenn der Bayerwald-Bote titelt: "An dieser Schule wird Großartiges geleistet".

Städtische Realschule für Knaben und Mädchen

Unter Bürgermeister Dr. Gottlieb Bernreiter übernahm daraufhin die Stadt Zwiesel die Trägerschaft der Schule und sicherte deren Weiterbestehen. Somit war das Jahr 1971 das Geburtsjahr der Städtischen Realschule für Knaben und Mädchen - das Geburtsjahr unserer heutigen Schule. Realschuldirektor Josef Hain übernahm die Leitung der Schule.

Im September 1971 bezog man einen Anbau des Gymnasiums, und erstmals besuchten 34 Knaben die Realschule Zwiesel. Vier hauptamtliche Lehrkräfte unterrichteten in zwei Wahlpflichtfächergruppen (technisch und wirtschaftskundlich). 
Es folgten vier Jahre eines sprunghaften Anstiegs der Schülerzahlen von 145 auf 531, der zu personellen Problemen, vor allem aber auch zu einer bedrückenden Raumnot führte: Fachräume wurden zu Klassenzimmern, und mehrere Klassen mussten sogar in das benachbarte Berufsschulgebäude ausgelagert werden. Ein Neubau eines Realschulgebäudes war unumgänglich. 
Bürgermeister Georg Haberland verfolgte mit großem Nachdruck die Planung und Realisierung eines Schulneubaus, und nach nur 15 Monaten Bauzeit konnten am 11.09.1975 531 Schüler in das neue, moderne Schulgebäude an der Hochstraße einziehen. Im Juni 1976 begann man mit dem Turnhallenbau, und am 06.10.1977 wurde die Realschule Zwiesel mit Sporthalle und Sportaußenflächen feierlich eingeweiht.

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Dreiklassige Mittelschule für Mädchen

Bereits seit dem Jahre 1920 gab es in Zwiesel im alten Schulhaus oberhalb der Stadtpfarrkirche eine dreiklassige Mittelschule für Mädchen, die dem Orden der Englischen Fräulein unterstand und eine wechselvolle Geschichte durchlief. Im Jahre 1971 jedoch drohte die Auflösung der Schule nach dem Rücktritt der 75-jährigen Schulleiterin: Aus Mangel an Nachwuchs gab es keine Nachfolgerin; der Orden konnte die Versorgung der Schule mit Lehrkräften nicht mehr sicherstellen.

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